Kontakt | Intranet | Impressum  |
| Login
 


Argumentationshilfen


Frage: Wir könnten doch noch viel mehr Flüchtlinge aufnehmen
Vorschlag für die Antwort: Ich weiß es nicht!

... und dann erläutern: Ja, wir haben die Kapazitäten, viele weitere Personen in den Turnhallen aufzunehmen, oder Containerdörfer zu bauen. Ja, wir haben die Kapazität viel, viel mehr zu ernähren.
ABER: Schaffen wir es sie zu integrieren? Wenn jemand 25 Jahre alt ist und Analphabet so schaffen wir es sicherlich noch, ihm Deutsch beizubringen, aber für eine inhaltlich anspruchsvolle Arbeit ist es sicherlich zu spät. Wer die ersten Lebensjahrzehnte das Gehirn nicht analytisch trainiert hat, für den ist die Hirnentwicklung abgeschlossen und er wird kaum einen anspruchsvollen Job bekommen.
Ich habe Angst,, dass die vielen jungen Männer irgendwann merken, dass sie es mit Arbeit nicht zum Erfolg bringen können und dann kriminell werden.
Ich habe Angst, dass die vielen jungen Männer sexuell unbefriedigt sind. Sie haben keine Frauen und die Zunahme der Vergewaltigungen ist ein Zeichen der Ersatzbefriedigung.
Ich habe Angst, dass die vielen jungen Männer sich religiös radikalisieren, wenn sie merken, dass sie hier keinen beruflichen Erfolg haben.
Ich habe Angst, dass sie sich nicht integrieren, sondern dauerhaft eine Parallelgesellschaft bilden werden.
Ich habe Angst, weil der Islam nicht nur eine Religion in unserem Sinne ist, sondern zudem ein Gesellschaftsmodell, dass allen vorschreiben will, wie man leben soll. (Beispielsweise gibt es kein islamisches Land, in dem das Christentum nicht unterdrückt wird!)
Erläuterung
Aufgrund der Frage kann man erkennen, was die Meinung des Fragestellers ist. Eine konfrontative Antwort, wie "Nein, wir haben schon zu viele" macht jede Diskussion unmöglich. Aufgrund dieser Antwort holt man den Fragenden dort ab, wo er steht, denn auch er hat (ohne es zuzugeben) seine Bedenken, ob Merkels Politik richtig ist. Und durch diese Antwort wird das Eis gebrochen, und man kann ihn einfangen.
ABER aufgepasst: Wenn man sieht, dass der Fragesteller ideologisch verblendet ist, dann lohnt der Aufwand der Diskussion eher nicht.





Behauptung: Die Migranten von heute sind die Facharbeiter von morgen!
Antwort:
70% der Migranten brechen ihre Ausbildung ab.
www.welt.de/wirtschaft/article147608982/Sieben-von ...


Behauptung: Wer aus Syrien nach Deutschland flieht, ist vom IS verfolgt!
Antwort:
In den Medien wird stets darauf verwiesen, wie schlecht Assad sein Volk behandelt. Wenn das so richtig ist, so ist anzunehmen, dass ein gewisser Anteil der Flüchtlinge vor Assad und nicht dem IS geflohen sind.

Davon ausgehend lässt sich vermuten, dass ein nennenswerter Anteil der zu uns kommenden Migranten zumindest nicht vom IS verfolgt oder ggf. sogar Anhänger von IS sind.

Zudem gibt es sogenannten den "Push"-Effekt und den "Pull"-Effekt. Der Push-Effekt beschreibt die Motivationen, seine Heimat zu verlassen, wie Krieg, Armut, Verfolgung. Der Pull-Effekt beschreibt die Anziehungskräfte, die z.B. ein Land wie Deutschland hat. Darunter zählen die finanziellen Unterstützungen, die je nach Sichtweise auch über den Hartz-IV Sätzen liegen.


"Die Flüchtlinge brauchen doch unsere Unterstützung!"
Antwort:
Ja, aus christlicher Überzeugung hat man eine Pflicht zu helfen. Aber man hat auch das Recht zu fordern, dass die eigene Gesellschaft weiterbestehen bleibt.

Da im Jahr 2015 die Anzahl von 1.5 Millionen Migranten nach Deutschland gekommen sind, so erhalten sie ein Recht des Familiennachzugs von ca. 6 Millionen Personen. Und das ist nur der Zustrom bezogen auf ein Jahr!

Diese Personen sind kulturfremd. Viele haben in ihren Ländern die Erfahrung gemacht, körperliche Gewalt zur Konfliktlösung zu nutzen. Viele haben keine geeignete Ausbildung. So entsteht eine Parallelgesellschaft, die viele Millionen stark ist. In den französischen Banlieue kann man diese Problem sehen. Wenn in der eigenen Arbeitslosigkeit ihre Unzufriedenheit wächst, so entsteht ein nicht zu kalkulierendes Gewaltpotential.

So kann die Forderung nur lauten, diesen Menschen vorort zu helfen.


"Das Schließen der Grenzen bedeutet das Ende von Schengen!"
Frage:
"Wenn die AfD fordert, die Grenzen zu schließen, so bedeutet dies das Ende von dem Schengenabkommen. An den Grenzen werden lange Schlangen entstehen und die Wirtschaft wird ganz erheblich belastet, da der Gütertransport nicht planbar ist, viel länger dauert und mehr kostet."

Antwort 1:
Großbritannien ist kein Schengenstaat und der Güteraustausch läuft doch problemlos. So hat Großbritannien keinen Nachteil kein Schengenstaat zu sein.

Antwort 2:
Die Grenzschließung zu den Nachbarstaaten Deutschlands wird nicht dauerhaft sein. Sofort, wenn Deutschland mit der Grenzsicherung beginnt, werden sämtliche Länder der Balkanroute ihre Grenzen sichern. Das heißt es wird in kürzester Zeit eine effektive Grenzsicherung an den Außengrenzen der EU entstehen, wie es auch gesetzlich geregelt ist. Nach dem Ende einer kurzen Übergangszeit (vielleicht 2-3 Wochen) in der die Migranten, die noch auf der Route sind, zurückgeführt werden, sind keine gesonderten Maßnahmen mehr nötig.
Im Übrigen muss die Sicherung nicht zwingend an der Grenze stattfinden, sondern sie kann auch im Hinterland stattfinden. z.B. per Handyortung sind Migrantengruppen leicht auszumachen.


"Man darf doch an der Grenze nicht auf Menschen schießen1"
Aus dem Gesetz kann man unter Umständen herleiten, dass man als Ultima Ratio auf einen illegalen Grenzübertritt den Schusswaffengebrauch einsetzen darf.

Aber: Der reine Grenzübertritt von Personen, die darüber hinaus friedlich sind, ist keine derartig kritische Situation, dass das Töten von Menschen zulässig sein kann. Es ist immer möglich, den Personen ein paar Kilometer "Geländegewinn" zuzugestehen und dann wieder zurückzudrängen. So gesehen ist der reine Grenzübertritt sicherlich keine Bedingung für eine Ultima Ratio-Überlegung.

Was eventuell legal ist, ist nicht automatisch legitim. Es gehört zur Auslegung von Gesetzen, stets auch Abwägungen der Angemessenheit vorzunehmen. Z.B. ist das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit ist so hoch anzusehen, dass der Grenzschutz insbesondere dann zurückstehen muss, wenn von den Migranten keine Gewalt ausgeübt wird, die über das Überwinden der Absperrungen hinaus geht.

Übrigens hat Frau Petry dies auch nie gefordert. Im Interview hat sie vielfach gesagt, dass Schüsse auf Menschen unbedingt vermieden werden sollen. Es wurde lediglich der eine einziger Satz aus dem Zusammenhang gerissen. Und man sollte an dieser Stelle auf eine Youtube-Suche nach "Petry & Schießbefehl" empfehlen, wo man dieses
www.youtube.com/watch?v=l6AAgdBgf_A&t=251s
Video findet.


Bearbeite Eintrag



 
© 2016 alternative-infos.de | ulrichneymeyr.de | Disclaimer | Impressum | Seitenliste |